
In der digitalen Welt ist nichts von Dauer, und auch in diesem Jahr gab es, wie schon in den Jahren zuvor, einige interessante Veränderungen im Bereich der digitalen Werbung, darunter die zielorientierten (CPA-)Kampagnen von Twitter, die Einführung von Anzeigen auf Instagram und natürlich der Neustart von Atlas nach der Übernahme durch Facebook.
Da das Jahr 2015 nun beginnt, sind wir Marketingfachleute alle damit beschäftigt, Pläne und Strategien für das kommende Jahr zu entwickeln. Deshalb haben wir eine Liste mit Trends zusammengestellt, von denen wir glauben, dass sie einen großen Einfluss auf die Social-Advertising-Branche haben werden.
1. Social Shopping im Jahr des E-Commerce
Es gibt großartige Neuigkeiten für E-Commerce-Unternehmen: 2015 dreht sich alles um euch! Anfang des Jahres wurde bekannt, dass sowohl Facebook als auch Twitter „Kaufen“-Call-to-Actions für ihre Anzeigen testeten, und erst kürzlich hat Facebook ein neues Anzeigenprodukt – die Multi-Product-Anzeige – sowie verbesserte „Website Custom Audiences“ eingeführt, die speziell auf den E-Commerce ausgerichtet sind.
Mehrproduktanzeigen sind eine Anzeigenart, mit der Werbetreibende drei Produkte oder drei verschiedene Bilder desselben Produkts in einer einzigen Anzeigeneinheit präsentieren können. Jedes Bild verfügt über eine eigene Beschreibung und einen eigenen Link, sodass Sie mehr Platz zur Verfügung haben und mit nur einer Anzeige Besucher auf mehrere Seiten Ihrer Website leiten können.
Diese Änderungen bedeuten, dass es für Online-Händler immer einfacher wird, eine Zielgruppe zu finden, und dass sie direkt über Facebook oder Twitter verkaufen können, ohne einen eigenen Online-Shop zu benötigen. Wenn diese Social-Shopping-Experimente erfolgreich sind, könnte das enorme Auswirkungen haben!
Was Sie tun können:
- Wer zuerst kommt, mahlt zuerst – probieren Sie die neuen Funktionen und Anzeigenformate also so oft wie möglich aus!
Profi-Tipp:Warum lesen Sie nicht unseren vollständigen Leitfaden zu Facebook-Multi-Product-Anzeigen?
2. Der Aufstieg von Videoinhalten
Ein kurzer Blick auf Ihren Facebook-Newsfeed im Jahr 2014 hat Ihnen sicherlich gezeigt, wie stark Videos an Bedeutung gewonnen haben und zu einer der meistgesehenen und meistgeteilten Inhaltsformen geworden sind (erinnert sich noch jemand an die Ice Bucket Challenge?) – Adobe hat Anfang dieses Jahres eine Studiedurchgeführt und dabei einen Anstieg um 43 % festgestellt. Da Facebook, Twitter und Instagram in diesem Jahr Videoanzeigen eingeführt haben, gehen wir davon aus, dass der Einsatz von Videos in der Werbung in sozialen Medien im Jahr 2015 weit verbreitet sein wird.
Wir bei Driftrock haben Videoanzeigen noch nicht ausprobiert, aber im Gespräch mit anderen Facebook-Werbetreibenden, die dies bereits getan haben, haben wir sehr positives Feedback erhalten. Die meisten Werbetreibenden waren sich einig, dass die Kosten pro Videoaufruf bei Facebook günstiger waren als bei anderen Videoplattformen, die sie genutzt hatten, und einigen Marken gelang es sogar, den Preis pro Aufruf auf 0,02 bis 0,03 £ zu senken, was wirklich beeindruckend ist!
Was Sie tun können:
- Erstellen Sie ansprechende Videos, die Ihre Zielgruppe ansprechen. Dank der detaillierten Targeting-Optionen, die manche Social-Media-Werbeplattformen bieten, können Sie Ihrer Kreativität freien Lauf lassen und Ihrer genau definierten Zielgruppe eine aussagekräftige, relevante Botschaft vermitteln. Vergessen Sie nicht, die Leistung Ihrer Anzeigen genau zu verfolgen und zu beobachten, wie die Nutzer mit Ihren Videos interagieren.
Profi-Tipp:Videoanzeigen erzielen in der Regel niedrigere Klickraten als normale Post-Anzeigen. Wenn Sie also Videoanzeigen schalten möchten, erzielen Sie bessere Ergebnisse, wenn Sie im Anschluss eine Post-Anzeige mit einem guten Aufruf zum Handeln schalten.
3. Die Lücke zwischen Offline und Online schließen
Im Jahr 2015 wird der Fokus noch stärker auf SOLOMO (Social – Local – Mobile) liegen. Es ist nichts Neues, dass mobile Geräte sich rasch zur bevorzugten Zugangsform für die meisten digitalen Inhalte entwickeln, darunter natürlich auch soziale Medien.
Dank der Postleitzahlen-Ausrichtung bei Twitter, den neuen Anzeigen zur Steigerung der lokalen Bekanntheit bei Facebook sowie den hervorragenden benutzerdefinierten Zielgruppen von Facebook war es für stationäre Geschäfte noch nie so einfach, Online-Kanäle zu nutzen, um die Kundenfrequenz in ihren Ladengeschäften zu steigern und neue Kunden zu gewinnen.
Was Sie tun können:
- Ein naheliegender Tipp: Stimmen Sie Ihr Online- und Ihr Offline-Marketing aufeinander ab.
- Erreichen Sie Ihre Zielgruppe dort, wo es darauf ankommt: Erstellen Sie mobile Versionen Ihrer Facebook-Anzeigen und nutzen Sie, sofern verfügbar, Anzeigen zur Steigerung der lokalen Bekanntheit.
4. Diversifizierung der Ausgaben für Social Advertising und die Bedeutung der Teilbarkeit
Bislang konzentrierten sich die Ausgaben für Social-Media-Werbung vor allem auf Facebook und Twitter, doch 2015 wird das Jahr sein, in dem Werbung auf Instagram und Pinterest in größerem Umfang verfügbar sein wird. Zudem investieren einige große Marken in Plattformen wie Tumblr, und sollten sich diese neuen Kanäle als rentabel erweisen, könnte dies zu einer erheblichen Verlagerung der Ausgaben für Social-Media-Werbung führen.
Eine Folge davon ist, dass Marken – da diese neuen Kanäle stark auf visuell ansprechende Inhalte setzen, die sich gut teilen lassen – ihre allzu werblichen Beiträge zurückfahren müssen (etwas, das Facebook bereits versucht) und sich stattdessen darauf konzentrieren sollten, aussagekräftige Geschichten für Native Advertising zu entwickeln.
Was Sie tun können
- Recherchiere ein wenig, um herauszufinden, wo sich deine Zielgruppe aufhält, und ob es sinnvoll ist, diese neuen Kanäle für Social-Media-Werbung auszuprobieren
- Integrieren Sie, wo es sinnvoll ist, aussagekräftigere Bilder und Geschichten in Ihre Facebook- und Twitter-Anzeigen.
5. Atlas und das Audience Network von Facebook mischen die Welt der digitalen Werbung auf
Der letzte, aber möglicherweise wichtigste Punkt: Im Jahr 2014 führte Facebook sein „Audience Network“ ein und startete „Atlas“ neu. Falls Sie es noch nicht wussten: Das „Audience Network“ ermöglicht es Facebook-Werbetreibenden, ihre Reichweite über Facebook hinaus zu erweitern, sodass wir Anzeigen auch in Apps von Drittanbietern schalten können (wobei wir weiterhin die umfangreichen Targeting-Funktionen von Facebook nutzen). Atlas hingegen ist ein Unternehmen für Anzeigenauslieferung und -messung, das Facebook zuvor übernommen hat. Es wird diese Reichweite über Apps hinaus auf Websites ausweiten und sich zudem auf geräteübergreifendes Tracking und Messung konzentrieren.
Das bedeutet, dass wir von der Cookie-basierten Werbung zu einem integrierten, plattform- und geräteübergreifenden Ansatz übergehen können, der sich an echte Menschen richtet. Angesichts des steigenden Anteils an Nutzern mobiler Geräte können Werbetreibende so eine Zielgruppe identifizieren, verfolgen und ansprechen, die den ganzen Tag über zwischen Geräten, Plattformen und Publishern wechselt, und ihr in jeder Phase relevante Botschaften liefern. Das ist im Grunde der Traum eines jeden Werbetreibenden, und Werbetreibende werden wahrscheinlich feststellen, dass Kanäle, die zuvor als recht profitabel galten, nicht mehr so viel bringen, und Marketer werden ihre Ausgaben entsprechend anpassen müssen.
Und du, was denkst du? Wie wird sich die Entwicklung bei Social-Media- und Digitalwerbung im Jahr 2015 deiner Meinung nach gestalten?